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15. September 2021

Stellungnahme: Bund will Scheinlösung ohne Beitrag zu flexiblem Arbeiten

Mit der geplanten Anpassung der «Verordnung 2» zum Arbeitsgesetz hätte den Mitarbeitenden in den Wissensberufen, also auch in den Kommunikationsagenturen, ein selbstbestimmtes und zeitlich flexibleres Arbeiten ermöglicht werden sollen. Der vorliegende Vernehmlassungsentwurf, zu dem man sich bis heute äussern konnte, verpasst dieses Ziel leider vollständig: Es ist eine Scheinlösung, ohne tatsächlichen Beitrag zum flexibleren Arbeiten. Leading Swiss Agencies lehnt diesen Verordnungsentwurf ab und engagiert sich im Rahmen der «allianz denkplatz schweiz» für ein liberales und smartes Arbeitsrecht.

Ein Kernelement des selbstbestimmten Arbeitens ist die freiwillige Unterbrechung der Ruhezeit im Sinne der Pikettdienstregelung. Damit Tagesabläufe wie dieser, nicht mehr illegal wären: Arbeitsbeginn im Homeoffice um 6 Uhr, kochen am Mittag für Familie und Hausaufgaben mit den Kindern am Nachmittag. Die noch offene Arbeit wird zwischen 21-23 Uhr erledigt. Am nächsten Morgen findet um 7.30 Uhr eine Videokonferenz statt.

In der aktuellen Vorlage wäre dies weiterhin nicht möglich, da die Ruhezeit von neun Stunden auch nicht ausserhalb des Betriebs selbstbestimmt unterbrochen werden darf. Ohne diese Möglichkeit der freiwilligen Unterbrechung findet aber keine wirkliche Modernisierung des Arbeitsrechts statt – die Vorlage wäre derart ausgehöhlt, dass nicht mehr als ein leeres Versprechen bleibt. Dies ist aus Sicht von Leading Swiss Agencies zwingend zu korrigieren.

Ein weiterer Punkt ist die Wochenarbeitszeit mit freiwilligem Arbeiten an einem Sonntag: Aus Sicht von Leading Swiss Agencies sollen Arbeitnehmende, die aus persönlichen oder familiären Gründen lieber einmal an einem Sonntag anstatt an einem Wochentag arbeiten, dies tun können, ohne dass sie dabei wie heute das Gesetz verletzen. Der Gefahr einer missbräuchlichen Druckausübung zu Sonntagsarbeit durch den Arbeitgebenden muss allerdings begegnet werden. Deshalb darf gelegentliche Sonntagsarbeit nur ausserhalb des Betriebes und nur nach eigenem, freiem Ermessen geleistet werden. Gemäss Vorschlag des WBF ist die freiwillige Sonntagsarbeit weiterhin nicht möglich. Leading Swiss Agencies bedauert dies.

Der Wunsch nach selbstbestimmtem Arbeiten bei Führungs- und Fachkadern hat in den vergangenen Jahren zugenommen und ist, in Kombination mit dem richtigen Gesundheitsschutz, förderlich für ein gesundes Privatleben und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Der Handlungsbedarf ist breit anerkannt und der Gesetzesweg wäre politisch sowie beim Volk eine mehrheitsfähige Lösung, sollte der Verordnungsweg aufgrund einer Scheinlösung scheitern.

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