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26. März 2021

#Neuland – KI für den Menschen!

Künstliche Intelligenz gilt als ein zentrales Thema in der Kommunikation – teilweise bereits heute, umso mehr aber in Zukunft. Welche Chancen und Herausforderungen kommen dabei auf uns zu? Welches sind relevanten KI-Entwicklungen für die Kommunikationsbranche? Was müssen Kommunikationsprofis von morgen mitbringen? Diesen Fragen haben sich der Young LSA, die GPRA Young Professionals aus Deutschland und die PRVA Newcomers aus Österreich in der zweiten Episode unserer #Neuland-Reihe am 11. März gemeinsam gewidmet. Unsere Gäste Reinhard Karger vom Deutschen Forschungszentrum für KI (DFKI) und Rainer W. Maassen, Geschäftsführer der Convento GmbH, haben mit den Teilnehmenden die Potentiale der Technologie für die PR-Branche diskutiert.

Künstliche Intelligenz als Werkzeug verstehen und nutzen

Reinhard Karger hob in seinem Eröffnungsstatement den Faktor Mensch hervor und warb für einen selbstbewussten und offenen Umgang mit der Technologie. Im Vordergrund sollte das Verständnis von KI als Werkzeug für den Menschen stehen. „Künstliche Intelligenz ist die Digitalisierung menschlicher Wissensfähigkeiten“, hat er als Definition von KI mitgebracht. Dazu zählt im Grunde alles von Rechnen, Schreiben, Bewegen bis hin zum Binden eines Schnürsenkels. Wird KI den Menschen überflüssig machen? Wohl kaum, denn auch wenn KI in der Verarbeitung von Wissen in Form von Daten überlegen ist (kognitiv), liegt der Mensch sensomotorisch, sozial und emotional um Längen vorne. Ob Roboter etwa jemals in der Lage sein werden, gleichzeitig Fahrrad zu fahren und einen Hemdknopf zu schließen, steht in den Sternen.

Übersetzungs-KI kann nur nutzen, wer die Sprache beherrscht

Dass KI eine Ergänzung ist, menschliche Kompetenz jedoch nicht ersetzt, zeigt sich am Beispiel von Übersetzungsdiensten. Die Anwenderin oder der Anwender muss die Kompetenz haben, das Ergebnis beurteilen zu können. Fehlt diese Kompetenz, läuft sie oder er Gefahr, sich mit Übersetzungsfehlern aufgrund grammatikalischer Mehrdeutigkeiten oder Redewendungen der Lächerlichkeit preiszugeben. Die KI entbindet den Menschen somit nicht davon Sprachen zu lernen, ermöglicht es ihm aber, viel größere Textmengen in kürzerer Zeit zu verarbeiten.

Big Data und KI in der Kommunikation

Rainer W. Maassen, Geschäftsführer der Convento GmbH, zeigt, wie KI dabei unterstützen kann, Journalistinnen und Journalisten sowie Influencer zielgenau anzusprechen. Mittels Auswertung aller veröffentlichten Artikel entsteht eine Datenbank, in der Medienkontakte mittels Machine Learning nach Interessen und Themengebieten geclustert werden. So erhalten Journalistinnen und Journalisten Inhalte zu denjenigen Themen, an denen sie tatsächlich interessiert sind. Das „Bauchgefühl“ von PR-Professionals wird dadurch nicht ersetzt – Stichwort soziale und emotionale Komponente – aber sie erhalten ein technologisches Hilfsmittel, mit dem sie ihre Arbeit auf datenbasierte Fakten stützen können.

Für die Kommunikationsbranche geben die Experten klare Empfehlungen:

  1. Verabschieden Sie sich von der Konsumentensicht – Denken Sie über Ziele nach. Es gibt keine Menükarte wie im Restaurant, anhand deren ausgewählt werden kann. Definieren Sie konkrete Probleme und leiten Sie daraus klare Anforderungen an KI-Lösungen ab.
  2. Deep Learning ist datenhungrig! Deshalb ist Daten-Anamnese der nächste unverzichtbare Schritt. Welche Daten fallen an? Welche werden gehortet, aber nicht geteilt?
  3. Bleiben Sie interessiert und probieren Sie jedes kostenfreie KI-Angebot aus. Denn Neugier ist die kleine Schwester der guten Idee.

Kann KI eigenständige Entscheidung treffen?

Auf diese Frage einer Teilnehmerin hat Karger eine klare Antwort: „Bei KI sprechen wir nicht von Entscheidungen, sondern von Entscheidungsunterstützung." Die Technologie kann schon lange triviale Entscheidungen treffen. Navigationssysteme umfahren beispielsweise Sperrungen auf Basis von Verkehrsdaten. Bei komplexen Entscheidungen – etwa in der Medizin – können KI-Werkzeuge unterstützend eingesetzt werden. Auswertungen von CT- und Röntgenbildern und Patientendaten sind eine Unterstützung bei der Therapieplanung und helfen dabei menschliche Fehler zu vermeiden. Auch das Beispiel der Medizin zeigt sehr deutlich, dass die Entscheiderin oder der Entscheider jederzeit nachvollziehen können muss, aus welchen Gründen die Entscheidungsunterstützung angeboten wird.

Dass Roboter uns beherrschen, passiert allenfalls in der Phantasie von Hollywood. Am Ende kommt es eben doch auf den Menschen an!

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