
Die Branche hat mehr zu bieten, als sie zeigt
Beat Krebs über offene Gesprächskultur, den Ruf der Branche und die Vielfalt, die Agenturen ausmacht.
Vom Praktikanten zum Chief Activation Officer – Beat Krebs kennt die Mediawelt seit fast 40 Jahren aus allen Perspektiven. Als Mitglied der LSA-Arbeitsgruppe «Arbeitgebermarke & Talente» engagiert er sich für eine Branche, die mehr Anerkennung verdient. Im Rahmen dieser Serie stellen wir alle Mitglieder der Arbeitsgruppe mit einem Kurzinterview vor.
Wie lange bist du in der Branche unterwegs?
Seit 1988, also seit fast 40 Jahren.
Wie bist du in die Branche eingestiegen?
Ich habe als Praktikant bei der Publicitas zum ersten Mal in die Mediawelt reingeschnuppert. Nach der kaufmännischen Lehre arbeitete ich auf der Vermarkter- resp. Verlagsseite. Im Jahr 1992 habe ich dann definitiv in die Agenturwelt gewechselt, mit der ersten Anstellung als Media-Assistent bei Universal McCann. Gleichzeitig habe ich die Weiterbildung zum Kommunikationsfachmann begonnen und die auch erfolgreich abgeschlossen. Über verschiedene Positionen und Agenturen bin ich schliesslich da gelandet, wo ich jetzt bin; als Chief Activation Officer bei der Omnicom Media. Ich kümmere mich mit meinem Team bei der Omnicom Media um den Einkauf für die klassischen Medien.
Welche kleinen Veränderungen im Agenturalltag können bereits einen grossen Unterschied für Mitarbeitende machen?
Einer der wichtigsten Punkte hier ist, das persönliche Gespräch. Eine offene und ehrliche Gesprächskultur ist für mich die Basis für ein gutes Arbeitsklima.
Wie können Agenturen eine Kultur schaffen, in der sich Mitarbeitende gehört und ernst genommen fühlen?
Zuhören und die Mitarbeiter ernst nehmen. Es geht darum bei den Unterschiedlichen Interessen einen Kompromiss zu finden, der für beide Seiten passt.
Was müsste sich aus deiner Sicht verändern, damit die Branche auch in Zukunft die besten Talente anzieht und begeistert?
Da fällt mir das Bonmot vom Werber Jacques Séguéla ein; «Sagt meiner Mutter nicht, dass ich in der Werbung arbeite... sie denkt, ich bin Pianist in einem Bordell». Ich denke, dass die Branche etwas zu Unrecht einen schlechten Ruf hat. Es gibt so viele unterschiedliche und spannende Berufsbilder in der Branche und die müssen wir einfach wieder bekannter machen. Mir ist es in den vergangenen 40 Jahren nie langweilig geworden; ich konnte in so viele interessante Branchen reinschauen und die Entwicklung der Medien aktiv mitverfolgen und gestalten.

.webp)