Digital Ad Trust Report Q3 2026

Erstmals mit Zahlen einzelner Publisher, Video-Visibility steigt auf 79.0%

Digital Ad Trust Switzerland weist im Report zum dritten Quartal 2026 erstmals Kennzahlen einzelner Publisher aus. Werbekunden und Agenturen sehen damit neben den Marktwerten auch, welche Medienhäuser und Vermarkter bei Visibility, Ad Fraud und Brand Safety vorne liegen.

03.11.2026

Im Gesamtmarkt waren im dritten Quartal 79.0% der Videoanzeigen sichtbar, 3.1 Prozentpunkte mehr als im Vorquartal. Bei Displaywerbung lag die Visibility bei 73.8%. Ad Fraud blieb mit 0.47% unter einem halben Prozent, und wegen Brand Safety wurden nur 0.01% der Auslieferungen blockiert.

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Neu: Kennzahlen auf Publisher-Ebene

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Bisher zeigte der Digital Ad Trust Report nur Werte für den Gesamtmarkt. Ab diesem Quartal weist er auch aus, welche Publisher bei den einzelnen Kennzahlen die besten Werte erreichen.

Die höchste Display-Visibility erreichte watson mit 77.6%. Es folgen Tamedia Advertising mit 76.5% und 20 Minuten mit 73.9%. Bei der Video-Visibility liegt Goldbach Audience mit 82.8% vorne, vor Audienzz mit 80.8% und Ringier Advertising mit 80.2%. Die tiefste Ad-Fraud-Rate hat Audienzz mit 0.21%, knapp vor Tamedia Advertising mit 0.22%. Bei Brand Safety wurden bei Ringier Advertising am wenigsten Auslieferungen blockiert (0.012%).

Bei Ad Fraud und Brand Safety gilt: je tiefer, desto besser. Grundlage sind die Messungen der Publisher (IAS, DoubleVerify, Adserver-Daten). Wurde nur eine Stichprobe gemessen, ist der Wert auf 100% hochgerechnet.

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Display-Visibility: Desktop erreicht 82.4%

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Als sichtbar gilt ein Werbemittel, wenn mindestens die Hälfte seiner Fläche während mindestens einer Sekunde auf dem Bildschirm zu sehen ist (IAB-Standard 50/1).

Im dritten Quartal lag die Visibility von Displaywerbung bei 73.8%. Auf Desktop waren es 82.4%, auf Mobile 71.1%.

Auf Desktop war das Format 300x600 mit 90.3% erneut am besten sichtbar. Das Format 300x250 kam auf 76.9%, 994x250 auf 74.7%. Auf Mobile erreichte 320x416/480 mit 73.3% den höchsten Wert, vor 300x250 mit 70.9% und 300x600 mit 68.7%.

Einzelne Publisher liegen deutlich über diesen Durchschnittswerten. Beim Desktop-Format 300x600 erreichte 20 Minuten 97.7%, watson 95.4%.

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Video-Visibility steigt um 3.1 Prozentpunkte

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Die Visibility von Videoanzeigen stieg im dritten Quartal um 3.1 Prozentpunkte auf 79.0%. Auf Desktop lag sie bei 81.4% (+2.8 Prozentpunkte), auf Mobile bei 78.1% (+3.5 Prozentpunkte).

Am stärksten legte Instream zu, also Videoanzeigen vor, während oder nach einem Videobeitrag. Auf Desktop stieg die Visibility um 5.2 Prozentpunkte auf 85.4%, auf Mobile um 5.3 Prozentpunkte auf 83.2%.

Outstream-Anzeigen erscheinen zwischen redaktionellen Inhalten, etwa in einem Artikel. Auf Mobile verbesserten sie sich um 1.7 Prozentpunkte auf 70.3%. Auf Desktop lagen sie mit 72.9% um 3.0 Prozentpunkte unter dem Vorquartal.

Bei Instream erreichte watson auf Desktop und Mobile jeweils mehr als 92%. 20 Minuten kam auf Mobile auf 90.6%.

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Ad Fraud bleibt unter einem halben Prozent

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Ad Fraud bezeichnet Werbung, die nicht von Menschen, sondern zum Beispiel von Bots aufgerufen wird (SIVT, Sophisticated Invalid Traffic). Im dritten Quartal lag die Rate bei 0.47%. Gegenüber dem tiefen Wert des Vorquartals ist das ein Anstieg um 0.11 Prozentpunkte.

Auf Mobile blieb die Rate mit 0.39% tief, das Format 320x416/480 hielt seinen Wert von 0.31%. Auf Desktop stieg sie auf 0.92% (+0.44 Prozentpunkte).

Die tiefsten Werte erreichten Audienzz mit 0.21% und Tamedia Advertising mit 0.22%. Tamedia Advertising kam auf Mobile sogar auf 0.05%.

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Brand Safety: Blockierungsrate sinkt auf 0.014%

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Brand Safety soll verhindern, dass Werbung neben ungeeigneten Inhalten erscheint. Droht das, wird die Auslieferung blockiert. Im dritten Quartal sank die Blockierungsrate um 0.05 Prozentpunkte auf 0.014%. Damit wurden weniger als zwei von 10'000 Auslieferungen blockiert. Den tiefsten Wert erreichte Ringier Advertising mit 0.012% und liegt bei dieser Kennzahl somit an der Spitze.

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Roland Ehrler, Präsident von Digital Ad Trust Switzerland, sagt: «Mit den Kennzahlen einzelner Publisher macht unser Report einen wichtigen Schritt für den Schweizer Werbemarkt. Werbekunden und Agenturen sehen jetzt, wo ihre Kampagnen gut sichtbar sind und in einem sicheren Umfeld laufen.»

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