
Einblicke, die den Agenturalltag erlebbar machen
Ein KV-Lernender entdeckt die Vielseitigkeit der Agenturarbeit.
Max Abegg absolviert seine KV-Lehre bei TBWA\Zürich und ist bereits früh in Kundenprojekte eingebunden. Er berichtet von seinem abwechslungsreichen Alltag zwischen Beratung, Kreation und Organisation und davon, wie er Schritt für Schritt Verantwortung übernimmt und die Branche aus verschiedenen Perspektiven kennenlernt.
Was hat dich dazu motiviert, deine KV-Lehre in einer Agentur zu absolvieren?
Max: Da ich mich seit meiner Kindheit für Kunst und Gestaltung interessiere, ist dieser Berufsweg für mich eine natürliche und von Herzen kommende Wahl. Gleichzeitig hat mich Marketing und alles, was im Hintergrund passiert, schon immer fasziniert. Deshalb wollte ich tiefer in dieses Thema eintauchen.
Der Entscheid für eine KV-Lehre im Bereich Marketing & Kommunikation war für mich relativ schnell klar. Ich schätze es, mich mit kreativen Menschen zu umgeben, und die lockere, offene Atmosphäre in einer Werbeagentur spricht mich sehr an.
Bereits im Vorstellungsgespräch habe ich mich bei TBWA\Zürich sehr wohl gefühlt. Der kollegiale Umgang und die Stimmung haben mich überzeugt und mir bestätigt, dass ich meine Ausbildung genau hier absolvieren möchte.
Erinnerst du dich an deinen ersten Tag in der Agentur – was hat dich damals am meisten überrascht?
An meinem ersten Arbeitstag erhielt ich einen umfassenden Einblick in die Struktur der Agentur sowie in das Kundenportfolio von TBWA\Zürich. Besonders beeindruckt hat mich die dynamische Arbeitskultur.
Die Abläufe und Prozesse unterscheiden sich deutlich von dem, was ich zuvor kannte – vieles ist stark auf Kreativität und Zusammenarbeit ausgerichtet. Überraschend war für mich auch die Flexibilität bei den Arbeitszeiten: Viele starten etwas später in den Tag und arbeiten dafür länger, was gut zur Branche passt.
Wie sieht dein Arbeitsalltag in der Agentur aus – und welche Aufgaben übernimmst du konkret?
Als Lernender im Beratungs-Team von TBWA\Zürich bin ich eine Schnittstelle zwischen Kund:innen und den internen Teams. Zu meinen Aufgaben gehören unter anderem die Koordination kleinerer Projekte sowie das Erstellen von Timings und Kostenvoranschlägen.
Ein wichtiger Bestandteil meiner Arbeit ist die enge Zusammenarbeit mit dem Kreations-Team. Nur durch diese Zusammenarbeit können wir die Bedürfnisse und Erwartungen der Kund:innen optimal umsetzen.
Ausserdem unterstütze ich regelmässig bei internen Projekten, beispielsweise bei der Planung und Organisation von Events.
Zudem erhalte ich Einblicke in verschiedene Abteilungen wie Media, Strategie oder Social Media, was mir hilft, ein ganzheitliches Verständnis für Kampagnen zu entwickeln.
Was aus der Schule konntest du schon konkret anwenden – und wann hattest du das erste Mal das Gefühl, dass Theorie und Praxis zusammenkommen?
Im überbetrieblichen Kurs (üK) haben wir bereits viele Grundlagen im Bereich Marketing kennengelernt. Besonders wertvoll ist es, diese Inhalte direkt in der Praxis anwenden zu können.
Dazu gehören beispielsweise Themen wie Zielgruppenbestimmung, Intra- und Intermedia-Vergleiche oder die Unterscheidung zwischen primärer und sekundärer Marktforschung. Richtig greifbar wird das Ganze aber erst, wenn man diese Inhalte im Betrieb konkret anwenden kann.
Dann merkt man schnell, wie Theorie und Praxis zusammenkommen – und das steigert auch die Motivation.
Wie wirst du in der Agentur begleitet und unterstützt – und was hilft dir besonders beim Lernen?
Im Betrieb habe ich verschiedene Ansprechpersonen. Meine wichtigste Bezugsperson ist meine Berufsbildnerin, die mich begleitet und mir mit ihrer Erfahrung Orientierung gibt.
Zusätzlich werde ich bei Projekten von den jeweiligen Teammitgliedern unterstützt. Mit meiner Ausbildnerin habe ich einen regelmässigen Austausch, um meinen Lernfortschritt zu reflektieren.
Besonders hilfreich ist für mich, dass ich bei TBWA\Zürich früh Verantwortung übernehmen darf. Durch diese Eigenverantwortung lerne ich am meisten und kann mein Wissen laufend erweitern.
Gab es ein Erlebnis oder Projekt, das dich besonders geprägt hat – sei es spannend, herausfordernd oder auch überraschend?
Letztes Jahr hatte ich die Möglichkeit, für einen Kunden an einem Shooting teilzunehmen. Diese Erfahrung war für mich sehr eindrücklich, da ich den gesamten Prozess – von der ersten Konzeption bis hin zur finalen Produktion – miterleben durfte.
Besonders fasziniert hat mich dabei, wie viel Planung, Koordination und auch finanzielle Mittel hinter einem einzigen 20-sekündigen Film stecken. Solche Erlebnisse helfen mir, die Komplexität der Werbebranche besser zu verstehen, und sind für meine Ausbildung sehr wertvoll.
Welche Fähigkeiten konntest du während deiner Ausbildung bisher besonders weiterentwickeln – fachlich und persönlich?
Im Laufe meiner Ausbildung habe ich gelernt, was es bedeutet, Verantwortung zu übernehmen – eine Kompetenz, die ich bis heute weiterentwickle. Für mich ist es wichtig, dass sich Mitmenschen und Kolleg:innen auf mich und meine Arbeit verlassen können.
Die Lehre ist für mich auch eine wichtige Lebensschule: Im Berufsalltag wird man immer wieder mit Engpässen und unvorhergesehenen Situationen konfrontiert, die ein hohes Mass an Lösungsorientierung und Zeitmanagement erfordern.
Diese Fähigkeiten sind nicht nur im beruflichen Kontext wichtig, sondern helfen auch im persönlichen Umgang mit Herausforderungen.
Und gibt es auch eine lustige oder unerwartete Erfahrung aus deinem Agenturalltag, die dir geblieben ist?
Ein persönliches Highlight meiner Lehrzeit ist der jährliche Ski-Ausflug mit der gesamten Agentur.
Solche gemeinsamen Erlebnisse bieten die Möglichkeit, die Kolleg:innen auch abseits des Berufsalltags kennenzulernen und den Teamzusammenhalt zu stärken.
Was mich darüber hinaus täglich begeistert, ist die Tatsache, dass kein Tag dem anderen gleicht. Die abwechslungsreichen Aufgaben und Projekte sorgen dafür, dass die Arbeit spannend bleibt.
Wenn du auf deine Lehre zurückblickst: Was hat sich anders entwickelt als erwartet – und was hat dich besonders positiv überrascht?
Rückblickend hat sich vieles anders entwickelt, als ich es mir zu Beginn vorgestellt habe – und zwar grösstenteils positiv.
Anfangs habe ich die Arbeit in einer Werbeagentur vor allem als kreativ und gestalterisch eingeschätzt. Tatsächlich ist die Rolle im Beratungs-Team jedoch viel vielseitiger und umfasst auch Projektkoordination, Kundenkommunikation und enge Zusammenarbeit mit der Kreation.
Besonders positiv überrascht hat mich die Unternehmenskultur bei TBWA\Zürich. Der offene und respektvolle Umgang über alle Hierarchiestufen hinweg schafft ein Umfeld, in dem man sich einbringen und weiterentwickeln kann.
Ausserdem hätte ich nicht erwartet, dass ich bereits so früh Verantwortung übernehmen und an realen Kundenprojekten mitarbeiten darf. Dieses Vertrauen motiviert sehr und hat mich in meiner Berufswahl bestärkt.

