
Vom ersten Einblick zur echten Verantwortung
Einblicke in den Agenturalltag einer KV-Lernenden im zweiten Lehrjahr.
Amina Redja absolviert ihre KV-Lehre bei der Neu Creative Agency und ist bereits aktiv in Kundenprojekten eingebunden. Sie berichtet von ihrem Einstieg in die Branche, ersten Verantwortlichkeiten und davon, wie Theorie und Praxis im Agenturalltag zusammenfinden.
Was hat dich dazu motiviert, deine KV-Lehre in einer Agentur zu absolvieren?
Amina:Der Bereich Marketing und Kommunikation hat mich schon früh interessiert, da ich oft mit Freunden darüber gesprochen habe. Damals wusste ich aber nicht genau, was alles dahintersteckt – es war einfach „Werbung“. Als ich dann eine freie Lehrstelle in diesem Bereich gesehen habe, hat mich das sofort angesprochen und ich habe mich beworben. Auch die Webseite von Neu fand ich sehr spannend, da ich viele der Kampagnen bereits kannte. Besonders motiviert hat mich das Bewerbungsgespräch sowie die Menschen, die ich kennengelernt habe. Alle waren sehr freundlich, motiviert und die Atmosphäre war sehr angenehm. Im Vergleich zu anderen Schnupperlehren hat mir hier am besten gefallen.
Erinnerst du dich an deinen ersten Tag in der Agentur? Was hat dich damals am meisten überrascht?
Mein erster Tag bei Neu war sehr aufregend, aber auch intensiv, da ich viele neue Informationen erhalten habe. Besonders überrascht hat mich, wie viel miteinander gesprochen wird. In anderen Büros, in denen ich war, war es meistens eher ruhig ausser in der Mittagspause. Hier ist die Stimmung ganz anders: Es wird viel ausgetauscht und zusammengearbeitet, was mir sehr gefällt.
Wie sieht dein Arbeitsalltag in der Agentur aus und welche Aufgaben übernimmst du konkret?
Mein Arbeitsalltag besteht hauptsächlich darin, Projekte gemeinsam mit meiner Berufsbildnerin Andrea Braschler zu betreuen. Meistens arbeite ich selbständig an meinen Projekten, wenn nötig werde ich aber noch unterstützt. Da ich aktuell im zweiten Lehrjahr bin, übernehme ich bereits viel Verantwortung. Zu meinen Aufgaben gehören unter anderem der Austausch mit Kund*innen und der Kreation. Ich schreibe Briefings und Timings, damit die Projekte rund laufen. Dazu gehören auch Aufgaben wie Offerten und Rechnungen. Und ich übernehme verschiedene interne Aufgaben in der Agentur.
Was aus der Schule konntest du schon konkret anwenden und wann hattest du das erste Mal das Gefühl, dass Theorie und Praxis zusammenkommen?
Ich konnte bereits viel aus dem Wirtschaftsunterricht in der Praxis anwenden, besonders im Bereich Rechnungswesen. Da ich Ende Monat beim Rechnungsabschluss mithelfe, ist es wichtig zu verstehen, was verbucht wird und wie die Prozesse funktionieren. Ein prägender Moment war auch eine Gruppenarbeit in der Schule, bei der wir eine Kampagne entwickeln mussten. Das war sehr ähnlich zu dem, was ich im Betrieb und in den überbetrieblichen Kursen mache. Dadurch konnte ich viel beitragen und eine gute Note erzielen. Generell hilft es mir sehr, wenn ich das Gelernte aus der Schule direkt im Betrieb anwenden kann, so verbinden sich Theorie und Praxis optimal.
Wie wirst du in der Agentur begleitet und unterstützt und was hilft dir besonders beim Lernen?
Ich werde hauptsächlich von meiner Berufsbildnerin begleitet, bekomme aber Unterstützung vom ganzen Team. Bei Fragen kann ich jederzeit auf alle zugehen. Besonders hilfreich finde ich, dass ich regelmässig mit Andrea zusammensitze, um meine Aufgaben und Abgabetermine zu besprechen. Wir machen täglich oder sicher wöchentlich Check-ins und Check-outs. Auch die Semestergespräche, die ich jedes Mal führe, helfen mir sehr: Dabei besprechen wir alles, was ich gelernt habe und setzen mir konkrete Ziele, die ich im nächsten Semester verfolgen kann. Aus Fehlern kann ich ebenfalls viel lernen – vor allem, weil wir sie gemeinsam analysieren und Lösungen erarbeiten.
Gab es ein Erlebnis oder Projekt, das dich besonders geprägt hat? Sei es spannend, herausfordernd oder auch überraschend?
Ich versuche bei jedem Projekt, mein Bestes zu geben, alle Anforderungen einzuhalten und mich stetig zu verbessern. Ein besonders prägendes Erlebnis war die Berufsbildungskampagne der Post im Jahr 2025, die ich gemeinsam mit meiner Berufsbildnerin betreut habe. Dieses Projekt war sehr komplex, weil die Kampagne bestehend war, aber doch einiges angepasst werden musste. Ich habe hier gelernt, strukturierter zu arbeiten und Deadlines besser einzuhalten.
Welche Fähigkeiten konntest du während deiner Ausbildung bisher besonders weiterentwickeln, fachlich und persönlich?
Während meiner Lehre lerne ich in allen Bereichen sehr viel. Besonders im Organisatorischen habe ich mich bereits stark verbessert. Durch die Kombination von Schule und Arbeit lerne ich, strukturierter zu arbeiten, Prioritäten zu setzen und beides gut miteinander zu vereinbaren.
Und gibt es auch eine lustige oder unerwartete Erfahrung aus deinem Agenturalltag, die dir geblieben ist?
Ich hätte anfangs nicht gedacht, dass ich mich hier so gut mit allen verstehen würde, da ich sehr schüchtern und mit Abstand die Jüngste im Team bin. Aber da habe ich mich geirrt. Es zeigt einfach, wie angenehm und offen die Stimmung im Büro ist.
Wenn du auf deine Lehre zurückblickst: Was hat sich anders entwickelt als erwartet und was hat dich besonders positiv überrascht?
Es hat mich überrascht, dass ich Schule und Arbeit so gut miteinander vereinbaren kann. Dies war mit dem richtigen Wissen und etwas Organisation möglich. Auch wenn es manchmal herausfordernd ist, funktioniert es dank der Unterstützung im Team sehr gut.

