
Vom Studium in die kreative Praxis
Einblick in den Weg in die Branche, die Zusammenarbeit in interdisziplinären Teams und erste Erfahrungen in realen Projekten.
Michael Winnicki absolviert seine Ausbildung als Grafiker bei Serviceplan Suisse AG und arbeitet an vielfältigen Projekten, von Social Media bis zu grossen Kampagnen. Er berichtet von seinem Weg in die Branche, den Erfahrungen in interdisziplinären Teams und davon, wie früh Lernende aktiv an realen Kundenprojekten mitwirken können.
Was hat dich dazu motiviert, deine Ausbildung als Grafiker zu absolvieren?
Michael: Ich war im ersten Semester der Architektur. Dort habe aber schnell gemerkt, dass es mir zu trocken war und mir der Echtweltbezug fehlte. Daraus entstand langsam ein immer grösseres Interesse, die Ausbildung als Grafiker zu machen. Schlussendlich entschied ich mich dazu mein Studium abzubrechen und die Lehre zum Grafiker EFZ zu machen.
Erinnerst du dich an deinen ersten Tag in der Agentur – was hat dich damals am meisten überrascht?
Ganz klar die Dimensionen von allem – Mehrere Stockwerke, diverse Teams die für spezifische Jobs zuständig sind, Teamcalls mit 20 Mitarbeitern. Ich hab’s erwartet, aber es hat mich dennoch sehr überrascht.
Wie sieht dein Arbeitsalltag in der Agentur aus und welche Aufgaben übernimmst du konkret?
Ich durfte von einem sehr hohen Vertrauen profitieren und konnte über meine ganze Lehre verteilt immer mehr Verantwortung übernehmen. Vom Erstellen von Layouts, Fotografieren und Filmen, bis hin zum Kundencall und dem Vorstellen meiner eigenen Ideen. Konkret konnte ich seit etwa einem halben Jahr sehr stark bei Denner’s Social Media mitwirken. Dort konzipiere ich im Team Ideen, welche ich im Anschluss auch direkt der Kundin vorstellen darf. Daraufhin erstelle ich Posts, bin der DOP beim Filmen der Reels und bearbeite und schneide diese auch.
Was aus der Schule konntest du schon anwenden und wie hilft dir das im kreativen Prozess?
In der Kunstgeschichte konnte ich sehr viel lernen, wobei das nicht nur den Lernstoff angeht, sondern auch die Art wie unsere Lehrerin uns diesen nahebringt. Sie selbst sucht immer neue Methoden wie man diese Themen angeht, von Präsentationen mit AI-Nutzung, freier Wahl wie man ein Thema zeigt und erklärt und ganz viel Museumsbesuchen. Sie hat gezeigt, dass man immer am Puls der Zeit bleiben muss und einem so Themen immer wieder spannend gemacht werden können. Das verfolge ich auch bei der Arbeit: neue Angehensweisen suchen und mich in die neusten AI-Tools einlesen.
Wie wirst du im Team begleitet – und wie unterstützt dich dein Umfeld dabei, deinen eigenen Stil und dein Können weiterzuentwickeln?
Ich arbeite sehr stark mit dem Team zusammen, bei Fragen helfen sie mir immer weiter. Bezüglich meines Stiles und meinem Können darf ich eigenständig neue Programme und Tools ausprobieren und diese in meinen Workflow integrieren. Zudem durfte ich Serviceplan soeben mit meinen eignen Ideen an den Young Creative Awards vertreten, was eine sehr bereichernde Erfahrung war.
Gab es ein Projekt, das dich besonders geprägt hat, sei es herausfordernd oder auch motivierend?
Die Kampagne «BMW Discover the World». Es war das erste grosse Projekte, welches ich von Anfang bis Ende begleiten konnte. Ich habe mitgeholfen die Motive zu konzipieren, konnte mit dem Serviceplan-AI-Hub in Deutschland, dass für die Umsetzung der KI-Motive zuständig war, Feedbacks austauschen und selbst Feedback geben. Schlussendlich war ich auch am Shooting, habe mit dem damaligen ECD Marcin Baba die finalen Motive und Bilder ausgewählt und schlussendlich dann auch die fast fertigen Layouts (danke DTP fürs Finalisieren) erstellt. Während dem Aushang durfte ich noch die diversen Plakatstellen in den Bergen und Hauptbahnhöfen abfahren und fotografieren.
Schlussendlich erstellte ich dann noch den Case Film für die Awards Einreichungen.
Welche Fähigkeiten konntest du während deiner Ausbildung bisher besonders weiterentwickeln – fachlich und persönlich?
Das Arbeiten in einem grossen talentierten Team. Egal was für eine Frage oder Hürde ich hatte, ich konnte jemanden fragen und sie würden es mir beantworten oder dazu sitzen und mithelfen bis ich das Problem löste.
Fachlich konnte ich definitiv durch das Vertrauen meiner Vorgesetzten profitieren, welches mir erlaubte, mich persönlich weiterzubilden wie zum Beispiel beim Erstellen von Animationen, schneiden von Filmen, Ai, UI-Design und Grafik Programmen.
Und gibt es auch eine lustige, unerwartete oder besonders kreative Erfahrung aus deinem Agenturalltag, die dir in Erinnerung geblieben ist?
Die ganzen Denner Social Media Drehs, die sind immer sehr lustig.
Wenn du auf deine Lehre zurückblickst: Was hat sich anders entwickelt, als erwartet und was hat dich besonders positiv überrascht?
Das Grafik nicht nur Layouts ist. Es war eine sehr abwechslungsreiche Lehre, die einem etwas aus allen visuellen Gebieten zeigt.

