Den eigenen kreativen Weg finden

Die eigenen Stärken entdecken zwischen Idee, Gestaltung und Teamarbeit.

Sarai Bernard absolviert ihre Ausbildung als Grafikerin bei Bühler & Bühler und arbeitet an vielseitigen Projekten – von Social Media bis zu freien Gestaltungsaufträgen. Sie erzählt, wie sie ihren kreativen Fokus gefunden hat, sich im Team weiterentwickelt und gelernt hat, neue Wege zu gehen.

07.05.2026

Was hat dich dazu motiviert, deine Ausbildung als Grafiker:in zu absolvieren?

Zuerst war ich in einer Lehre als Werbetechnikerin, wo ich oft Grafiken ausdrucken und zuschneiden musste. Da wurde mir bald klar, dass ich auf der falschen Seite des Prozesses war und ich lieber den kreativen Teil machen wollte anstatt den handwerklichen.

Erinnerst du dich an deinen ersten Tag in der Agentur? Was hat dich damals am meisten überrascht?

In meinem ersten vorherigen Betrieb waren die meisten unfreundlich und es gab kein Team-Geist. Deswegen hat es mich richtig erstaunt, dass ein gutes Arbeitsklima wirklich existieren kann und alle miteinander klar kommen. Und ich kannte es nicht, dass es gratis Snacks für alle jederzeit gab.

Wie sieht dein Arbeitsalltag in der Agentur aus und welche Aufgaben übernimmst du konkret?

Wenn ich morgens ankomme, schaue ich zuerst online meine Aufgaben an. Es ist immer eine Ansprechperson eingetragen, also frage ich dort nach. Meine Aufgaben sind sehr unterschiedlich – ich arbeite oft an internen Aufträgen aber auch für die Kundschaft. Dinge wie Social Media Posts, Illustrationen und Layouts sind Sachen, die ich öfters mache.

Was aus der Schule konntest du schon anwenden und wie hilft dir das im kreativen Prozess?

Uns wird in der Schule viel gesagt «Kill your darlings» – Was so viel heisst wie: lass deine liebsten Designs hinter dir und versuch etwas Neues. Auch wenn es manchmal weh tut, entstehen schlussendlich noch bessere Ergebnisse.

Wie wirst du im Team begleitet und wie unterstützt dich dein Umfeld dabei, deinen eigenen Stil und dein Können weiterzuentwickeln?

Da ich für jeden Auftrag eine andere Ansprechperson habe, kriege ich vielfältigen Input von allen Bereichen. Mehrere Perspektiven helfen mir, damit ich nicht in meinem eigenen Gedanken verloren gehe.

Gab es ein Projekt, das dich besonders geprägt hat, sei es herausfordernd oder auch motivierend?

Ich habe jährlich ein internes Projekt, das ich liebe: Das Plakat für unsere interne Gallery Night. Es ist eine Ausstellung für unsere Mitarbeitenden, bei welchem wir unsere Projekte nochmals anschauen, sozusagen ein Debriefing mit Apéro. Dafür darf ich das Plakat machen mit freier Gestaltung und Drucktechnik. Beim letzten habe ich das Poster mit Zyanotypie gedruckt und alles selbst organisiert, was herausfordernd war, aber gelungen.

Welche Fähigkeiten konntest du während deiner Ausbildung bisher besonders weiterentwickeln, fachlich und persönlich?

Am meisten meine Kommunikation. Ich habe sehr still hier angefangen, aber mein Team hat mir geholfen, offener zu werden und meine Meinung mit allen zu teilen.

Und gibt es auch eine lustige, unerwartete oder besonders kreative Erfahrung aus deinem Agenturalltag, die dir in Erinnerung geblieben ist?

Ja, und ich bin sehr dankbar, bin ich in einem Team gelandet, das meine Schuhe versteckt, mich mit Papier einwickelt und mir bei meinen Mittagsschläfchen Zeugs auf meinem Kopf stapelt. Es gibt gelegentlich auch mal einen Handstand meines Lehrmeisters.

Wenn du auf deine Lehre zurückblickst: Was hat sich anders entwickelt, als erwartet und was hat dich besonders positiv überrascht?

Mein Lehrgang ist ein spezieller Fall, da wir die ersten mit dem neuen Schulplan sind. Also hat sich vieles anders ergeben als meine Kollegen in den Jahren über mir berichteten. Zum Beispiel ist jetzt Animation ein wichtiger Teil jedes Projektes, Print dafür leider eher weniger. Mich überrascht auch sehr, wie schnell alles vorbeigeht, dass ich schon im 3. Lehrjahr bin, obwohl es sich anfühlt wie das 2.

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